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Facility Management: Kostensenkungspotentiale von 30 %Über Kostenreduzierung zu höheren Gewinnen: Das ist der Tenor erfahrener Facility-Management-Pioniere. Und auch für die chronisch knappen Kassen der öffentlichen Hand zeichnen sich Entlastungen ab. Doch starre Branchen- und Gewerkegrenzen blockieren die Erschließung milliardenschwerer Rationalisierungspotentiale. Mit der Verzahnung von Leistungen über den gesamten Lebenszyklus – d.h. von der Planung bis hin zum Abriß einer Immobilie – werden neben diesen Rationalisierungs- auch Innovationsreserven aktiviert: Der Architekt berücksichtigt bereits in der Planung, welchen Reinigungsaufwand die Fassadenkonstruktion in der Nutzung verursacht, der Öllieferant wird zum Anbieter von Wärmelieferungskonzepten, und der Sanitärhandwerker löst über sein traditionelles Installations- und Wartungsgeschäft hinaus mit Systemleistungen komplexe Kundenprobleme bei der Badsanierung. Das zeigt eine Studie des Instituts für angewandte Innovationsforschung, Bochum. Wenn eine Hochschule 37 Dienstleister für Teilleistungen des Gebäudemanagements beauftragt oder Großunternehmen bis zu 2000 immobilienbezogene Einzelverträge in ihren Büchern führen, dann ist Facility Management der Hebelarm zur Reorganisation und Professionalisierung unwirtschaftlicher, z.T. in Eigenregie erbrachter Insellösungen. Erste Erfolge sind beachtlich: Die Hoffmann-La Roche AG in Basel hat z.B. seit der Einführung von Facility Management ihre Arbeitsplatzkosten um etwa 15 % gesenkt. Die Bayrische Vereinsbank konnte mit einem gezielten Gebäudemanagement ihrer 660 Filialen rund 90 Millionen DM einsparen. Das Potential ist auch im öffentlichen Bereich immens. Alleine in Berlin ist bei einer Reduzierung des Aufwandes um nur 20 % ein jährliches Einsparpotential von 130 Millionen realisierbar. Prof. Staudt resümiert: "Wenn die anachronistischen Strukturen im Immobilienlebenszyklus entstaubt werden, sind Kostenentlastungen von mehr als 30 % für Immobilieneigentümer und -nutzer zu erwarten." |




