Studie: Investion in Köpfe lohnt sich

Innovative Unternehmen investieren mehr in ihre Mitarbeiter. Sie haben schon vor der Greencard-Debatte die Bedeutung der Personalentwicklung erkannt. Doch nicht „die Schulbank“ ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Impulsgeber der Wirtschaft fördern ihre Mitarbeiter, indem sie sie fordern: Gezielter Erfahrungsaustausch, Freiräume bei gleichzeitiger Ergebnisverantwortung sowie herausfordernde Arbeitsaufgaben ersetzen die Weiterbildung von der Stange. Mit Erfolg: Diese Unternehmen konnten in den letzten Jahren sowohl den Umsatz überdurchschnittlich steigern als auch Arbeitsplätze schaffen.

Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für angewandte Innovationsforschung (IAI) im Rahmen einer vom Bundesbildungsministerium geförderten Befragung von 4.500 Unternehmen. Wie die Bochumer Innovationsforscher herausfanden, versuchen mittlerweile fast alle Unternehmen, die Entwicklung ihrer Mitarbeiter zu unterstützen. Der Großteil der Unternehmen setzt dabei jedoch nach wie vor auf eher traditionelle Maßnahmen. Für sie ist Weiterbildung das Mittel der Wahl.

Wirklich offensive Personalentwicklung findet nur in 12% der Unternehmen statt. Dieser dynamische Rand investiert nicht nur mehr in die Mitarbeiter, sondern setzt die Maßnahmen auch gezielter ein. Die Vermittlung bekannten Wissens wird hier zwar auch über Weiterbildung abgedeckt, die Innovationsfähigkeit ihrer Mitarbeiter steigern sie aber auf anderen Wegen.

86% der innovativen Unternehmen sehen „Fördern durch Fordern“ als wichtigen Bestandteil ihrer Personalentwicklungsstrategie an und verknüpfen neue betriebliche Herausforderungen mit individuellen Entwicklungsplänen. Sie forcieren Patenmodelle, die Zuweisung von Sonderaufgaben, aber auch die intensive Zusammenarbeit mit Zulieferern oder Kunden. Finanzielle Budgets und zeitliche Freiräume werden zur Verfügung gestellt und Entscheidungen „auf dem kurzen Dienstweg“ getroffen.

Innovations- und expansionskräftige Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern also Handlungsspielraum, im Rahmen anspruchsvoller Aufgaben eigene Ideen zu verfolgen und Lösungen auszuprobieren. Das unterscheidet sie von der Masse der Unternehmen. Der dynamische Rand hat erkannt, dass man nicht auf Weiterbildung warten kann, wenn man Vorreiter in seiner Branche ist. „Weiterbildungsangebote kommen für uns immer zu spät, da wir uns 4 bis 5 Monate vor dem Wettbewerb befinden“, pointiert ein Unternehmensvertreter.

Prof. Kriegesmann, Leiter des IAI: „Wer Innovationen will, muss in Köpfe investieren. Dazu sind aufgeblähte Weiterbildungsbudgets zu durchforsten und frei werdende Mittel für wirklich offensive Personalentwicklung zu nutzen.“

vgl. auch

Die Studie „Kompetenzentwicklung und Entwicklungsdynamik in KMU und Großunternehmen“ kann zum Selbstkostenpreis bezogen werden beim:

Institut für angewandte Innovationsforschung (iAi) e.V.
Buscheyplatz 13
44801 Bochum

Tel.: 0234 / 9 71 17 – 0
Fax: 0234 / 9 71 17 – 20

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Internet: http://www.iai-bochum.de