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Wie man Ökobilanzen manipulieren kannÖkobilanz, der Begriff verspricht etwas, was er nicht halten kann. Mit "Bilanz" wird vorgetäuscht, daß es sich hier um einen verobjektivierten Abgleich von Aufwand und Nutzen umweltrelevanter Phänomene von Produkten, Produktionsverfahren etc. handelt. Eine am Institut für angewandte Innovationsforschung in Bochum erstellte Studie zeigt jedoch erhebliche ungeregelte Gestaltungs- und Interpretationsspielräume auf. Das macht deutlich,
Indem Herr Dr. Kunhenn, der Autor der Studie, die unterschiedlichen konzeptionellen Muster transparent macht, werden nicht nur die wegen methodisch-inhaltlicher Mängel verbleibenden Freiräume sichtbar, sondern zugleich Manipulations-Möglichkeiten offengelegt, wie Unternehmer, Umweltschützer, Politiker usw. das "objektive" Instrument Ökobilanz für ihre jeweiligen Interessen nutzen können. Trotz der Bemühungen nationaler und internationaler Gremien um Konsensfindung und Normierung sowie intensiver Auseinandersetzungen auf wissenschaftlicher Ebene existiert für die Ökobilanzierung kein allgemein anerkannter methodisch-inhaltlicher Rahmen. Der Betreuer der Studie, Herr Prof. Staudt, meint: "Der vorliegende Band hilft hier weiter. Durch die unterschiedlichen theoretischen und umsetzungsorientierten Strömungen im Bereich der Ökobilanzierung zeigt sie die Freiräume und Manipulationsmöglichkeiten auf, die bei der Erstellung von Ökobilanzen existieren. Dadurch werden die Instrumentalisierungsmöglichkeiten von Ökobilanzen verdeutlicht. Diese neuartige Herangehensweise an die Thematik der Ökobilanzierung bietet eine Orientierungshilfe für die Ausgestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten sowie die Grundlagen für die kritische Analyse von Ökobilanzen." Die Studie "Ökobilanzen – Ursachen, Ausprägungen und Auswirkungen von Freiräumen auf den Einsatz von Ökobilanzen durch Unternehmen" von Horst Kunhenn kann am Institut für angewandte Innovationsforschung e.V., Buscheyplatz 13, 44801 Bochum, (Fax-Nr. 0234 / 9 71 17 20) zum Preis von DM 49,00 bestellt werden. |




