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FachkräftemangelJetzt ist es zu spät! Die aktuellen Klagen von Betrieben, Verbänden und Bundesforschungsministerium bestätigen, was Insider längst prognostiziert haben: Deutschland gehen die Innovatoren aus. Es fehlen nicht nur ein paar Informatiker. Das Defizit an kompetenten Fachkräften behindert die zukünftige Entwickung der deutschen Wirtschaft in aller Breite. Der Anwendungsstau neuer Techniken nimmt zu und blockiert die Entwicklungsdynamik bis hinein in den Mittelstand und die Gründungsszenerie, weil Großbetriebe mit Kopfgeldprämien die letzten Experten fischen. Die Lücken in den Nachwuchsketten eskalieren, sind kurzfristig nicht zu schließen, und die älter werdenden Fachkräfte sind nicht mehr "up-to-date". Bildungspolitik und Wissensmanagement versagen. Aus dem Fachkräftemangel resuliert ein Innovationspatt und Modernisierungsloch, das mindestens 10 Jahre andauern wird. Die Ursachenanalyse des Instituts für angewandte Innovationsforschung Bochum e. V. zeigt:
Das frustriert junge Leute und ihre Studienneigung nimmt ab. Das wird für viele 45-jährige "Frührentner" zum persönlichen Desaster. Und das führt Zukunftsbranchen in Wachstumsblockaden. Anders als im letzten Jahrzehnt kann der strukturelle und technische Wandel in den Betrieben nicht mehr durch einen Austausch von älteren durch frisch ausgebildete Fachkräfte erfolgen. Die Situation aus demographischer Entwicklung plus nachlassender Bereitschaft unter jungen Leuten, entsprechende Kompetenzen aufzubauen, führt dazu, dass sich die heutige Nachwuchskrise noch mindestens ein Jahrzehnt fortsetzen wird. Professor Staudt (Leiter des IAI): "Die eskalierenden Kompetenzmängel sind die am besten prognostizierte Innovationskrise, aber weder die Bundesregierung noch die Opposition haben sie ernst genommen, und die Wirtschaft reagiert erst zu spät." Wenn wir zur Erhaltung unseres Wohlstandes weiterhin an der Spitze der globalen Entwicklungsdynamik bleiben wollen, dann ist es notwendig, die Fehlentwicklungen der Forschungs-, Bildungs- und Wirtschaftspolitik zu korrigieren. "Bildungsräte" und "Bildungsreförmchen", die ein fortdauerndes Kurieren an Symptomen veralteter Aus- und Weiterbildungsgänge bewirken, reichen nicht aus, um aus der innovatorischen Patt-Situation auszubrechen. Erforderlich sind vielmehr neue Konzepte der Personalentwicklung und eine andere Lernkultur, die auf die realen Probleme des Strukturwandels eingeht." Die Studie " Deutschland gehen die Innovatoren aus. Zukunftsbranchen ohne Zukunft?" von Erich Staudt und Marcus Kottmann (ISBN 3-933180-88-0), Frankfurt am Main 2001, ist im Buchhandel erhältlich. Kontakt für Rückfragen: Institut für angewandte Innovationsforschung (IAI) e. V. Tel. 0234/97 117-0 E-Mail:
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