Prodi - Produktivitätssteigerungen bei Dienstleistungen durch Prozessinnovationen

ProDi - Produktivitätssteigerungen bei Dienstleistungen durch Prozessinnovationen
Projekt zur Förderung des "verschwendungsfreien Arbeitens" im Dienstleistungsbereich gestartet
www.prodi-projekt.de
Wartezeiten, geringe Anlagenauslastung, Doppelarbeiten - in der industriellen Produktion sind diese Verschwendungstreiber weitgehend ausgeschaltet. Für Dienstleistungsunternehmen besteht hier jedoch noch erheblicher Nachholbedarf. Doch wie lässt sich "verschwendungsarmes Arbeiten" in diesem Bereich kultivieren? Dieser Frage geht das IAI in einem aktuell gestarteten - vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten - Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Industrial Sales Engineering / Europäisches Forschungszentrum für Business-to-Business Management der Ruhr-Universität Bochum nach.
Hintergrund und Zielsetzung
Die produzierende Wirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten tiefgreifende Produktivitätssteigerungen erreicht. Neben informations- und kommunikationstechnisch geprägten Automatisierungsschüben wurden umfangreiche Re-Engineering-Projekte realisiert, QM-Systeme etabliert, Lean Management-Tools implementiert und kontinuierliche Verbesserungsprozesse kultiviert.
Als wichtiges übergreifendes Prinzip der unterschiedlichen Ansätze gilt dabei die Vermeidung von Verschwendung. Diese soll durch organisatorisch determinierte Prozessinnovationen vermieden oder zumindest reduziert werden: Verschwendung durch Überproduktion, durch Wartezeiten, durch unnötige Transportwege und -zeiten, durch unzureichende Arbeitsprozesse, durch hohe Bestände, durch unnötige Bewegung und durch Produktionsfehler. In diesen Bereichen finden sich regelmäßig deutliche Potenziale zur Verbesserung.
Während diese Vorgehensweisen in der Industrie inzwischen weit verbreitet sind und gleichzeitig für den Dienstleistungsbereich erhebliche Produktivitätsreserven attestiert werden, fehlen hier analoge Professionalisierungsmuster. Mehr noch, im Grunde sind die Verschwendungsursachen noch nicht einmal transparent sowie systematisch erfasst und mögliche Umsetzungsinitiativen zur Vermeidung von Verschwendung kaum spezifisch auf Dienstleistungsprozesse angepasst. Die Vorgehensweisen zur Erschließung von Verschwendungsarten, die für den Produktionsbereich bewährt sind, greifen bei Dienstleistungen allerdings kaum. Hier wird ein echter Mangel an praxisrelevanten Instrumenten zur Produktivitätssteigerung, die die Besonderheiten von Dienstleistungen aufgreifen, diagnostiziert. Ziel des Projektvorhabens ist es daher, das Thema Verschwendung im Dienstleistungsbereich zugänglich zu machen und mit einer gezielten In-novationsinitiative zu unterlegen. Im Mittelpunkt steht daher die Entwicklung und pilothafte Umsetzung einer Initiative „Verschwendungsarmes Arbeiten“, die auf die Besonderheiten von Dienstleistungsunternehmen ausgerichtet ist.
Lösungsweg
Das Projekt gliedert sich in drei inhaltlich aufeinander aufbauende Arbeitsschwerpunkte, in denen zunächst Verschwendungsarten im Dienstleistungsbereich konzeptionell strukturiert und empirisch unterfüttert, typische Verschwendungsarten im Dienstleistungsbereich rubriziert und als potenzielle Suchfelder für Prozessinnovationen zur Überwindung von Verschwendung aufbereitet werden. Bei der anschließenden Entwicklung einer Initiative zum verschwendungsarmen Arbeiten“ stehen zwei Ebenen im Vordergrund:
Auf der einen Seite die (Weiter-)Entwicklung von Instrumenten zur Identifikation und Überwindung von Verschwendung in Dienstleistungsprozessen; auf der anderen Seite die Aufbereitung und Instrumentalisierung von mitarbeiteraktivierenden Ansätzen zur Ansteuerung von Prozessinnovationen. Die so erarbeiteten Ergebnisse werden zur pilothaften Erprobung der „Initiative zum verschwendungsarmen Arbeiten“ bei den beteiligten Value Partnern in besonderem Maße in die Projektaktivitäten eingebunden.
Projektteam
Institut für angewandte Innovationsforschung
- Prof. Dr. Bernd Kriegesmann (Projektleitung)
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- Prof. Dr. Friedrich Kerka (Projektleitung)
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- Dipl.-Oec. Jan Happich
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- Alexander Knickmeier, B.A.
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- Dipl.-Wirt.-Ing., M.Sc. Stephan Nottmeier
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- M.Sc. Sebastian Albers
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Lehrstuhl für Industrial Sales Engineering (ISE), Ruhr Universität Bochum
- Prof. Dr. Joachim Zülch (Projektleitung)
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- Miriam Huber, M. Sc.
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- Dipl.-Wirt.-Ing. Christian Großekathöfer
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Anwendungspartner
Weitere Informationen enthält unsere Pressemitteilung sowie
die ProDi-Projektseite.
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