„Open Innovation“: Offene Fragen zur Öffnung betrieblicher Innovationsprozesse

Auf der Suche nach dem wettbewerbskritischen Wissen um die Kundenprobleme und innovativen Technologien von morgen ist in vielen Unternehmen eine Tendenz zur Öffnung betrieblicher Innovationsprozesse zu verzeichnen. Um die Innovationspipeline zu „beschicken“ und das Risiko zu reduzieren, neue Produkte und Services „am Markt vorbei zu entwickeln“, sollen neben der Kreativität der eigenen Belegschaft auch externe Innovationsimpulse erschlossen werden. Unter Etiketten wie „Open Innovation“ werden Kooperationen mit Lead-Usern, externes Technologiesourcing bis hin zur Integration von Pionieranwendern und Lieferanten in einen „offenen“ Innovationsprozess propagiert. Während die Chancen zur Erhöhung der Innovationskompetenz von Unternehmen durch „Open Innovation“ gepriesen werden, bleiben zentrale Fragen zu den Grenzen und der praktischen Umsetzbarkeit des Ansatzes offen. „Open Innovation“ entbindet nicht von der zentralen Unternehmensaufgabe der strategischen Vororientierung: Wenn die Öffnung des Innovationsprozesses nicht mit einer Schließung des Suchraumes für externe Impulse einhergeht, droht das „Prinzip Öffnung“ zum „Prinzip Hoffnung“ zu werden. Weiterhin erscheint mit der Forschung zum „Not-Invented-Here-Syndrom“ die Aufnahme externer Innovationsimpulse, geschweige denn die Integration externer Akteure als ein „Kultur-Bruch“, der einer behutsamen und dosierten Umsetzung bedarf. Das Erschließen externer Innovationsimpulse stellt betriebliche Innovationskulturen vor neue Herausforderungen. Auf welchen Wegen die Vision der „Open Innovation“ einzulösen ist, analysiert das IAI in Zusammenarbeit mit innovationsaktiven Unternehmen.

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Veröffentlichungen: Kriegesmann, B.: Innovationsmanagement – Den Kunden neu entdecken, in: Carell, A.; Herrmann, T.; Kleinbeck, U. (Hrsg.): Innovationen an der Schnittstelle zwischen technischer Dienstleistung und Kunden, Heidelberg 2007, S. 133-148.