Flops trotz oder wegen Marktforschung?

Im Gleichschritt mit den wachsenden Schwierigkeiten der Unternehmen, aktuelle Kunden zu binden und neue Kunden zu gewinnen, nahmen in den letzten Jahren die Aufwendungen für Marktforschung zu. Dessen ungeachtet werden die Erfolgsaussichten von Neuerungen in den Unternehmen häufiger eher falsch als richtig eingeschätzt und verbleiben die Flopraten – betrachtet man die letzten Jahre – auf nahezu gleich hohem Niveau. Eine Analyse zu den Möglichkeiten und Grenzen der herkömmlichen Marktforschung zeigt, dass die Leistungsfähigkeit von Marktforschungsinstrumenten oftmals überschätzt wird. Überdies ist der Marktforschungsaktionismus in vielen Unternehmen zum Alibi geworden, alles für Innovationen getan zu haben. Wer sich Orientierung über Innovationen verschaffen und Flops vermeiden will, benötigt echte Innenkenntnis über die Entwicklungsmöglichkeiten und -absichten des Kunden und muss Erfahrungen in den Innovationsfeldern von morgen aufbauen. Erst auf dieser Grundlage lassen sich kompetenzbasierte Alleinstellungsmerkmale generieren, die im Wettbewerb auch nachhaltig Bestand haben.

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Veröffentlichungen: Kley, T.; Schwering, M. G.; Striewe, F.: Wissensmanagement an der Schnittstelle zum Kunden, in: Meyer, J.-A. (Hrsg.): Wissensmanagement in KMU und bei Freiberuflern, Lohmar 2005, Schwering, M. G.; Striewe, F.: Wie nutzt man Wissen und Erfahrung der Kunden?, in: Deutscher Drucker, 40. Jg., Nr. 41, 09.12.2004, S. 12-13; Kriegesmann, B.; Kerka, F.; Schwering, M. G.; Striewe, F.: Innovationsflops trotz oder wegen Marktforschung? – Wie Sie die Kundenprobleme und Lösungen von morgen entdecken, Bochum 2006.