Das Management von Intellectual Property beginnt mit der Führung von Inventoren:
Empirische Untersuchungen zur Anreizgestaltung für Erfinder

Derzeit intensivieren viele Unternehmen unter dem Schlagwort "Intellectual Property (IP) Management" die strategische Verwertung von Patenten, Lizenzen und weiteren Verfügungsrechten über das Intellektuelle Kapital. Im Zuge des IP-Booms avancieren Patentabteilungen von Cost Centern zu Profit Centern, lancieren Unternehmen Patent-Offensiven, um den eigenen Bestand nach vermarktungsfähigem IP zu durchkämmen, und in der Folge eskalieren die Patentanmeldezahlen. Doch über das Interesse an der strategischen Verwertung (Sperrpatente, Lizenztausch) von IP sollte nicht vergessen werden, dem sog. "fuzzy front end" des Wissens-Wertschöpfungsprozesses eine ebenso hohe Aufmerksamkeit zu widmen: Entwickler und Erfinder stellen mit kreativen patentierungsfähigen technischen Problemlösungen denjenigen Rohstoff bereit, den es zu Patenten und darüber hinaus zu Produktinnovationen zu veredeln gilt. Auch wenn viele Unternehmen ihre Patentportfolios eher durch Fusionen und Akquisitionen zu arrondieren suchen, und auch wenn das Einlizenzieren eine immer häufigere Alternative zur Eigenentwicklung neuer Technologien darstellt – nachhaltige Wettbewerbsvorteile verheißen letztlich eigene kreative Orientierungen, wenn auch um den Preis eines hohen unternehmerischen Risikos. Die Führung von Innovatoren rückt damit in den Fokus des strategischen IP-Managements: Wie gezielt erfinderische Leistungsbeiträge zu stimulieren sind, d.h. welche Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen sind, und welche Stellhebel dem betrieblichen Innovationsmanagement zu Gebote stehen, analysiert das IAI durch eine schriftliche Befragung unter 3000 Erfindern in Unternehmen der chemischen und elektrotechnischen Industrie, des Maschinen- und Automobilbaus.

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Veröffentlichungen: in Vorbereitung