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Die Chancen „kreativer Fehler“ für die Unternehmensentwicklung nutzen Viele Organisationen schmücken sich mit dem Attribut einer fehlertoleranten Innovationskultur: Innovatives Engagement und risikofreudiges Handeln werden programmatisch eingefordert, als Intrapreneure sollen Fach- und Führungskräfte ausgetretene Pfade verlassen, durch kreatives Handeln neue unternehmerische Chancen erschließen. Gleichzeitig dienen Schlagworte wie Null-Fehler-Kultur oder Six Sigma zum Ausweis höchster Qualitätsstandards und operativer Exzellenz. Dogmatisch überhöhte Null-Fehler-Prinzipien führen aber letztlich dazu, dass Veränderungsbewusstsein und Eigeninitiative blockiert werden: Wenn der praktizierte Umgang mit gescheiterten Versuchen in der Angst resultiert, Fehler zu begehen, werden Mitarbeiter wohlgeregelte Workflows sowie routiniertes Handeln vorziehen, Innovationsspielräume aber meiden. Feldnahe qualitative empirische Studien des IAI über die Initiative zum Kreativen Fehler des Monats wurden Mitarbeiter honoriert, die Eigeninitiative bewiesen hatten, beherrschbare Risiken eingegangen - und dabei letztlich doch gescheitert waren. Die vom Management verliehene symbolische Auszeichnung ermöglichte es, mutige innovative Leistungsbereitschaft zu würdigen und dabei die modische Floskel der Fehlertoleranz sehr differenziert mit Leben zu füllen. Ansprechpartner: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Veröffentlichungen: |




