Systemkompetenz und Innovation

Die Kompetenz von Organisationen, d.h. die Systemkompetenz, wird häufig als einfaches Aggregat individueller Kompetenzen gedacht. Die Handlungsfähigkeit und -bereitschaft von Unternehmen basiert jedoch nicht nur auf kompetenten Fach- und Führungskräften, sondern resultiert vielmehr aus einem Zusammenspiel von individuellen Kompetenzen, technischen Voraussetzungen, organisatorischen Regelungen sowie gewachsenen Beziehungen zu Lieferanten, Kunden etc., die Unternehmensenwicklungen limitieren oder auch initiieren können. Diese Faktoren muss man in das Blickfeld rücken, wenn man Entwicklungsprozesse von Unternehmen erklären und gestalten will. Das modische Gerede über „Lernende Organisationen“ signalisiert zwar Bemühungen, diese Aufgaben anzugehen. Der Versuch, das individuelle Lernschema auf Organisationen zu übertragen und damit Innovationen zu begründen, greift aber zu kurz. Vor diesem Hintergrund analysiert das IAI die kompetenzrelevanten Systemzusammenhänge und Umweltbeziehungen und klärt die Schnittstellen zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Kompetenzentwicklung.

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Veröffentlichungen:
KRIEGESMANN, B.; KERKA, F.; SCHWERING, M. G.; STRIEWE, F.: Zwischen Veränderungseuphorie und Innovationslethargie - Missverständnisse über Lernende Organisationen; Bochum 2004 [Hier zur Online-Bestellung]; Kriegesmann, B.; Kerka, F.; Schwering, M. G.; Striewe, F.: Lernende Organisation: Überfällige Korrekturen am Konzept, in: Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. (Hrsg.): Personalführung, 38. Jg., Heft 3/2005, S. 48-55; Kriegesmann, B.; Kerka, F. (Hrsg.): Innovationskulturen für den Aufbruch zu Neuem: Missverständnisse – Praktische Erfahrungen – Handlungsfelder des Innovationsmanagements, Wiesbaden 2007.