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Hintergund zum Kompetenzbereich »Lifestyle-Management«Im oft postulierten Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft werden für die Arbeitswelt tiefgreifende Wandlungsprozesse erwartet. Die breite Diffusion von Informations- und Kommunikationstechnologien, die zunehmende Technisierung und Automatisierung oder die voranschreitende Globalisierung sind nur einige der Trends, die zu spürbaren Veränderungen bestehender Wertschöpfungsketten, etablierter Formen der Arbeitsteilung sowie eingefahrener Prozesse und Strukturen führen. Angesichts dieser Tendenzen kennzeichnen Schlagworte wie „Flexibilität“, „Anpassungsfähigkeit“, „Virtualisierung“ oder „Selbstorganisation“ die Debatte um eine geänderte Arbeitswelt und konturieren das neue Bild des (künftigen) „Normalarbeiters“. Die bislang überwiegend klar definierten Arbeitsverhältnisse mit eindeutiger Trennung zwischen Freizeit und Erwerbsarbeit und die stabilen Lebensverläufe mit einer der Ausbildung angemessenen Status- und Rollenzuweisung über das gesamte Berufsleben stehen zunehmend zur Disposition. Damit verbundene häufige Funktionswechsel, Entgrenzung und Tendenzen zur Selbstausbeutung charakterisieren neue Herausforderungen und Belastungssituationen. Neue Arbeitsformen und Die Zusammenhänge neu auftretender Anforderungen und damit korrespondierender Belastungen gewinnen angesichts des demographischen Trends in Deutschland an zusätzlichem Gewicht: Dem Erhalt der „Produktivität“ älterer Erwerbstätiger wird eine wachsende Bedeutung zukommen, um einer steigenden Zahl und Dauer von Arbeitsunfähigkeitsfällen vorzubeugen. Die Brisanz dieses Themas resultiert dabei nicht allein aus den Problemen von älteren Erwerbstätigen, sondern vor allem auch durch die wachsende Betroffenheit jüngerer Jahrgänge, d.h. der Leistungsträger von morgen, die aufgrund neuer Belastungsmuster in wachsender Zahl früher aus dem Berufsleben herausfallen. Will man die nachhaltige Employability von Erwerbstätigen angesichts der anstehenden Wandlungsprozesse nicht gefährden, muss neben dem klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutz zusätzlich die Lebensführung in den Fokus rücken. Der alleinige Fokus auf Arbeit resp. Arbeitsplatz und die daraus resultierenden Beanspruchungen und Belastungen werden den realen Bedingungen und Herausforderungen zur Sicherung der nachhaltigen Beschäftigungsfähigkeit nicht gerecht, zumal der Einfluss der Lebensführung auf die Gesundheit zunehmend offenkundig ist. Zum einen zeigt sich jedoch auf Unternehmensebene, dass zwischen dem berechtigten Anspruch einer „gesundheitsorientierten“ Unternehmensführung und ihrer Umsetzung erhebliche Lücken bestehen. Zum anderen bestehen neben dieser Adaptionsproblematik in den Unternehmen auf individueller Ebene Akzeptanzprobleme, bestehende Angebote anzunehmen. Primärpräventive Maßnahmen scheitern oft an fehlendem Problembewusstsein der Adressaten, obwohl die positive Wirkung von Maßnahmen zur Lebensstilmodifikation nachgewiesen werden konnte. Im Mittelpunkt dieses Forschungsbereiches des IAI steht somit die Klärung der Zusammenhänge zwischen neuen Arbeitsbedingungen und der Lebensführung, um darauf aufbauend für unterschiedliche Zielgruppen Ansatzpunkte zur Umsetzung eines Lifestyle-Managements zu entwickeln. Projekte Lifestyle-Management |




