Konzeptentwicklung für ein Modell zum Lifelong-Learning im Bereich von Sicherheit und Gesundheitsschutz

In einer sich wandelnden Arbeitswelt stellen sich Fragen von Sicherheit und Gesundheitsschutz zum Teil völlig neu. Veränderte Organisationsformen von Arbeit beeinflussen die Zeitanteile und Gestaltungsmöglichkeiten von Freizeit. Sie führen zu völlig neuen Beanspruchungen und forcieren Tendenzen der Vernachlässigung von sicherheits- und gesundheitsbezogenen Standards. Auf individueller Ebene eskalieren Zielkonflikte zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen gesundheitlichem Raubbau und präventivem Verhalten, zwischen kurzfristigem Aufgabendruck und langfristig angelegter Arbeitsfähigkeit. Auf betrieblicher Ebene überlagern Rationalisierungserfordernisse die Dringlichkeit, sich intensiver mit Maßnahmen zur Unterstützung einer sicheren und gesunden Lebensführung der Mitarbeiter auseinander zu setzen. Hinzu kommen selbst bei bestehenden Angeboten vielfach individuelle Akzeptanzprobleme. Auch eine noch so eindringliche Vermittlung von Wissen über Sicherheitsstandards, gesunde Ernährung, Bewegung etc. führt nicht zu anhaltender Verhaltensänderung. Um Ansatzpunkte zur Unterstützung gesundheitsbezogener Lebensstile auf gesellschaftlicher, einzelbetrieblicher, aber auch individueller Ebene aufzudecken, hat das IAI Entstehungszusammenhänge von Gesundheitskompetenzen über den Lebenszyklus und unter Berücksichtigung verschiedener Lernorte analysiert und in ein erweitertes Kompetenzmodell überführt.

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Veröffentlichungen:
KRIEGESMANN, B.: Selbstmanagement: Neue Aufgaben bei der Abstimmung individueller Lebensführung mit geänderten Arbeitsformen, in: Berichte aus der angewandten Innovationsforschung, No. 207, Bochum 2003. [Hier zur Online-Bestellung]
KRIEGESMANN, B.; KOTTMANN, M.; MASUREK, L.; NOWAK, U.: Kompetenz für eine nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit, in: Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – Forschung –, Dortmund/Berlin/Dresden 2005. [Hier zum PDF-Download 428 KB]

Auftraggeber: BAuA - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Rahmen der „Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)"