IAI Schriftenreihe "Innovation - Forschung und Management" - Band 23
Schwering, M. G.:
Kompetenzentwicklung in Veränderungsprozessen – Eine empirische Analyse in innovativen und wachstumsstarken Unternehmungen
Bochum 2004.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung: Kompetenz als Determinante von Veränderungsprozessen in Unternehmungen
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2 Begriffliche und thematische Grundlegung: Innovation und Wachstum als Merkmale von Veränderungsprozessen, Kompetenz und Kompetenzentwicklung
2.1 Innovation und Wachstum als Merkmale von Veränderungsprozessen
2.1.1 Innovation – Begriff und Charakteristika
2.1.2 Unternehmungswachstum – Begriff und Charakteristika
2.2 Kompetenzbegriff: Ansätze zur Beschreibung sowie Gestaltungsoptionen zur Entwicklung von individueller Kompetenz
2.2.1 Übersicht: Der Kompetenzbegriff aus der Sicht verschiedener Wissenschaftsdisziplinen
2.2.2 Ansätze zur Beschreibung individueller Kompetenz
2.3 Gestaltungsoptionen für die Entwicklung von individuellen Kompetenzen
2.3.1 Formelle Weiterbildung als Kernelement der traditionellen, qualifikationsbezogenen Personalentwicklung
2.3.2 Personalentwicklung jenseits formeller Lehrarrangements
2.3.3 Arbeitsorganisatorische Rahmenbedingungen als Infrastrukturen individuellen Lernens
2.4 Zwischenfazit: Die adaptive und initiierende Funktion der Kompetenzentwicklung in Veränderungsprozessen
3 Konzeptionelle Überlegungen zur Ausgestaltung der Entwicklung von individuellen Kompetenzen
3.1 Empirische Befunde zur Bedeutung der Kompetenzentwicklung auf Unternehmungs- und Individualebene
3.1.1 Untersuchungen auf Unternehmungsebene
3.1.2 Untersuchungen auf Individualebene
3.2 Defizite der traditionellen Personalentwicklung im Kontext von Veränderungsprozessen
3.2.1 Probleme bei der Identifikation von vorhandenen Kompetenzen und der Abbildung von aktuellen Kompetenzanforderungen
3.2.2 Probleme bei der Prognose zukünftiger Kompetenzerfordernisse
3.3 Konstruktion eines Bezugsrahmens zur Abbildung einer integrativen Kompetenzentwicklung
3.3.1 Individuelle Kompetenzentwicklungsmaßnahmen als Teil des formellen, informellen und inzidentellen Lernens
3.3.2 Aufbau von Lerninfrastrukturen durch die Gestaltung arbeitsorganisatorischer Rahmenbedingungen
3.4 Zwischenfazit und Übersicht zu den Analysefeldern der empirischen Untersuchung
4 Empirische Untersuchung: Kompetenzentwicklung in Veränderungsprozessen
4.1 Methodische Vorbemerkungen – der Kontext der empirischen Untersuchung
4.1.1 Konzeption und Design der Erhebung
4.1.2 Gang der Datenanalyse
4.1.3 Operationalisierung der Untersuchungsvariablen
4.2 Typologisierung und Charakterisierung der Unternehmungen
4.2.1 Typologisierung der Unternehmungen anhand ihrer Innovativität und Wachstumsstärke
4.2.2 Charakterisierung der Unternehmungstypen anhand der Strukturmerkmale
4.3 Kontrastive Analyse: Deskription und Diskussion der Befunde
4.3.1 Lernformen in den identifizierten Unternehmungstypen
4.3.2 Lerninfrastrukturen in den identifizierten Unternehmungstypen
5 Zusammenfassung und Ausblick: Innovations- und wachstumsorientierte Kompetenzentwicklung durch die Verzahnung von Lernformen und -infrastrukturen
6 Anhang
6.1 Korrelationen zwischen Wachstums- und Veränderungsvariablen
6.2 Ergebnisse der exploratorischen Faktorenanalyse
6.3 Ergebnisse der Clusteranalyse
6.4 Lernformen und -infrastrukturen in den innovativen und expansiven Unternehmungen
Ausgangssituation und Problemstellung
Im letzten Jahrzehnt hat sich die Stellung der deutschen Unternehmungen auf den nationalen und internationalen Märkten erheblich verändert. Durch den marktwirtschaftlich orientierten Strukturwandel der ehemals zentralverwalteten
Wirtschaftssysteme und die Entwicklung von Schwellenländern zu leistungs- und innovationsfähigen Industriegesellschaften hat sich der Wettbewerb mit Unternehmungen, die kostengünstiger produzieren und die Ergebnisse technischer und organisatorischer Entwicklungen effektiver und effizienter nutzen, verschärft. Drastische Verschiebungen innerhalb von Wertschöpfungsketten und zwischen den Produktions- und Dienstleistungssektoren stellen heute gewachsene Branchenaufteilungen zur Disposition und entwerten oder relativieren selbst die spezifischen Kompetenzen von etablierten Unternehmungen.
Durch die Konfrontation mit diesen – häufig sprunghaft und unvorhersehbar eintretenden – Veränderungen steigen für nahezu jede Unternehmung die Herausforderungen. Diejenigen Unternehmungen, die sich nicht erfolgreich mit der Sicherung und Förderung ihrer Wettbewerbs- und Entwicklungsfähigkeit auseinandersetzen, riskieren über kurz oder lang zu den Verlierern zu gehören. Die Aufgabe besteht folglich darin, neue Strategien und Handlungsmuster zu entwickeln und zu testen, die den sich wandelnden Rahmenbedingungen besser gerecht werden.
Dass aus diesen Gründen Innovationen heute zum unverzichtbaren Bestandteil einer nachhaltigen, wachstumsorientierten Unternehmungsentwicklung geworden sind, wird kaum mehr in Frage gestellt. Dagegen ist sowohl aus betriebswirtschaftlicher
als auch aus beschäftigungspolitischer Sicht die Fragestellung von zunehmendem Interesse, wie es einigen Unternehmungen in besonderem Maße gelingt, Innovationen zu generieren und umzusetzen.[...]
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