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Jahresbericht 2017: Mit Innovationsmanagement Potenziale
der Digitalisierung erschließen

Digitalisierung darf mit Recht als echtes Hype-Thema eingestuft werden. Ob Wissenschaftler, Unternehmensvertreter, Funktionäre oder Politiker, mit Digitalisierung werden erhebliche Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft in Verbindung gebracht. Auffällig ist dabei, dass manche Debatte wenig kenntnisreich geführt wird und Allgemeinplätze als Begründungszusammenhang für eine dynamische Entwicklung herangezogen werden.

Doch ist Digitalisierung tatsächlich ein so neues Phänomen? Haben nicht die Online-Banken das Geschäftsmodell der klassischen Finanzdienstleister längst erschüttert? Führten Digitalisierungstechnologien nicht seit langem dazu, dass Smartphones die klassische Straßenkarte entbehrlich gemacht haben? Digitalisierung hat Wirtschaft und Gesellschaft bereits verändert.

Dennoch stehen weitere Entwicklungen an; diese sind aber nicht mit Plattitüden zu bewältigen, sondern sie erfordern unternehmerisches Gespür. Digitalisierung ist ein typisches Feld für innovierende Unternehmen. Mithin kommt dem Innovationsmanagement beim Erreichen einer neuen Positionierung im Wettbewerb zentrale Bedeutung zu. Nicht mit Allgemeinplätzen, sondern mit know-how-basierten und unternehmerisch gestalteten Innovationsprozessen erschließt man die Zukunft.

Mit dem diesjährigen Jahresthema wollen wir hierfür Impulse setzen und die Themen Digitalisierung und Innovation zusammenbringen. Mit der Darstellung unserer bisherigen Forschungspfade wollen wir zudem einen Einblick in unsere Kompetenzen geben. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und bedanken uns zugleich für die Zusammenarbeit im letzten Jahr. Auch für das kommende Jahr suchen wir den konstruktiven Dialog mit Ihnen und freuen uns auf weitere spannende Forschungsthemen.

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Jahresbericht 2016: Ressourcenschonendes Arbeiten in der
industriellen Forschung und Entwicklung

In auf Effizienz getrimmten Zeiten fragen wir uns nicht selten, ob das, was wir gerade tun, für irgendjemanden einen Mehrwert liefert. Bringen manche Meetings wirklich den erhofften Nutzen, schafft die aufwändige Prozessdokumentation wirklich bessere Prozesse oder führt das Arbeiten an einer noch höheren Produktvariantenvielfalt tatsächlich zu wirtschaftlichen Vorteilen am Markt? Sicherlich fallen Ihnen aus Ihrem Arbeitsalltag auch schnell vielfältige Tätigkeiten ein, die eigentlich nur Zeit, Geld und andere knappe Ressourcen wie etwa auch Nerven kosten. Nicht selten zählen dazu auch Maßnahmen, die eigentlich zu Produktivitätssteigerungen führen sollen. Und da entsprechende Maßnahmen häufig mit Personalabbau verbunden sind, ist das Ergebnis nicht selten steigende Arbeitsverdichtung.

Wenn man aber mehr Wertschöpfung ohne Arbeitsverdichtung schaffen will, muss man sich der alltäglichen Verschwendung stellen und das scheinbar Selbstverständliche „entselbstverständlichen“. Hier liegen für die Steigerung der Leistungsfähigkeit von Unternehmen vielfach ungenutzte Potenziale. Ein in diesem Sinne weitgehend unerschlossener Bereich ist die auch zunehmend unter Effizienzdruck stehende betriebliche Forschung und Entwicklung. Statt nur über die „richtigen“ Anteile des FuE-Budgets vom Umsatz und entsprechende Steigerungen in der Hoffnung auf mehr Innovationen nachzudenken, sollte man sich mehr mit der Frage beschäftigen, wie aus bestehenden Ressourcen mehr herausgeholt werden kann.

Mit dem diesjährigen Jahresthema wollen wir uns genau diesen Zusammenhängen widmen und einige Anstöße für ein ressourcenschonendes Arbeiten in der FuE geben. Mit der Darstellung unserer bisherigen Forschungspfade wollen wir zudem einen Einblick in unsere Kompetenzen geben. Wir hoffen, dass die Lektüre für Sie anregend ist und bedanken uns zugleich für die Zusammenarbeit im letzten Jahr. Auch für das kommende Jahr suchen wir den konstruktiven Dialog mit Ihnen und freuen uns auf weitere spannende Forschungsthemen.

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Jahresbericht 2015: Wissenschaft als Impulsgeber für Innovationen

 

Wenn man die Entwicklung des Wissenschaftssystems verfolgt, zeigt sich in den letzten Jahren – gemessen an den Ausgaben in diesem Bereich – ein stetes Wachstum. Schnelle Assoziationen könnten den Schluss nahelegen, dass damit auch vermehrt Impulse für Innovationen verbunden sind. Tatsächlich scheint die Rolle wissenschaftlicher Einrichtungen im Innovationsgeschehen mit all seinen Facetten nicht wirklich klar. So weisen etwa Bemühungen zu einer immer stärker an konkreten Verwertungskontexten ausgerichteten Forschungsförderung, Initiativen zur Gründungsförderung an Hochschulen oder intensivierte Aktivitäten zum Technologietransfer auf vermutete Defizite hin. Insgesamt entsteht dabei der Eindruck, dass das Wissenschaftssystem im Kern auf Verwertung reduziert wird. Doch wird diese Einschätzung der tatsächlichen Rolle gerecht? Mit dem diesjährigen Jahresthema wollen wir einen Beitrag leisten, einen etwas differenzierteren Blick auf die Zusammenhänge von Forschung und Innovation im Wissenschaftssystem zu schaffen. Wir wollen damit Impulse setzen, über ein tieferes Verständnis Hinweise zur Weiterentwicklung von Forschungs- und Innovationsförderung zu geben.

Eingebettet ist das Jahresthema in einen neu gestalteten Jahresbericht: Mit einem Jahresthema wollen wir weiterhin Position beziehen und aktuelle Forschungsergebnisse präsentieren. Die Übersicht über Einzelprojekte und Strukturen des IAI bündeln wir jetzt zu Forschungspfaden, die wir fortschreiben bzw. weiterentwickeln. Insofern konzentrieren wir uns stärker auf die Vermittlung unserer Kompetenzen als auf die breite Darstellung einzelner Forschungsprojekte. In diesem Sinne hoffen wir, Ihnen einen schnelleren Einblick in und Überblick über unsere Arbeit zu verschaffen. Wir hoffen, dass die Lektüre für Sie anregend ist und bedanken uns zugleich für die Zusammenarbeit im letzten Jahr. Auch für das kommende Jahr suchen wir den konstruktiven Dialog mit Ihnen und freuen uns auf weitere spannende Forschungsprojekte.

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Jahresbericht 2014: Herausforderungen für Innovationsfähigkeit 2020+:"Demografie-Baustellen" für F&E-orientierte Unternehmen

Die demografische Entwicklung prägt seit einigen Jahrzehnten ganz unterschiedliche Debatten: Passfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme, Veränderung der Gesellschaftsstruktur, Nachwuchsprobleme in der Wirtschaft, Arbeitsgestaltung für älter werdende Belegschaften etc. Langsam erreicht das häufig eher auf Konferenzen diskutierte Thema die Praxis und bislang unentdeckte Konsequenzen der lange absehbaren Entwicklung werden spürbar. So kommt etwa angesichts der besonderen Bedeutung einer innovationsfähigen Wirtschaft die Frage auf, ob mit älter werdenden Belegschaften auch die Kreativität aus den Unternehmen „wächst“. Letztlich hält sich bis heute hartnäckig die Vorstellung, dass die Kreativität mit zunehmendem Alter schwindet. Doch wie sieht die Situation gerade in innovationsaktiven Bereichen tatsächlich aus und wie kann man „Kreativität bis zur Rente“ wach halten? Mit dem Jahres­thema 2014 wollen wir einen Beitrag zu dieser Debatte leisten und für den Bereich der betrieblichen Forschung und Entwicklung mit empirischen Befunden Impulse für ein bislang wenig diskutiertes Gestaltungsfeld des Innovationsmanagements liefern.

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Jahresbericht 2013: Produktivitätsförderung mit Herz und Verstand - Weniger in Managementsysteme als in das Veränderungs-Know-how der Mitarbeiter zu investieren, wäre mehr!

Wir verschwenden alle Zeit, Geld und andere knappe Ressourcen. Doch die Frage, welche Prozesse dem Produkt oder der Dienstleistung keinen Mehrwert hinzufügen, wird im „Business as usual“ allzu oft nicht gestellt. Und auch erkannte Probleme unproduktiven Arbeitens werden häufig nicht abgestellt. Veränderungen zum Besseren sind keine Selbstläufer, sondern scheitern oftmals an der Fähigkeit und Bereitschaft der an den Leistungsprozessen beteiligten Personen. Es hilft dabei wenig, über die Barrieren und Hemmnisse in Veränderungsprozessen hinwegzusehen und stattdessen den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Die Erfahrungen zeigen, dass dabei allzu oft nur Alibi-, Ersatz- oder Ausweichlösungen herauskommen, die die Probleme unproduktiven Arbeitens allenfalls kaschieren und am Ende – was noch bedeutsamer ist – auch noch knappe Mittel binden, die für andere Veränderungen nicht mehr zur Verfügung stehen.Wer nicht nur an den Symptomen kurieren, sondern an den eigentlichen Ursachen unproduktiven Arbeitens ansetzen will, sollte seine Fach- und Führungskräfte befähigen und motivieren, die Prozesse mit anderen Augen, am besten aus der Sicht der Kunden zu sehen. Lässt man sich darauf ein, wird schnell deutlich, dass die bisher bevorzugt eingesetzten Konzepte und Instrumente zur Förderung von kontinuierlichen Verbesserungsprozessen kaum einen Beitrag dazu leisten, die Kompetenz zum verschwendungsarmen Arbeiten zu erhöhen. Grund genug also, gegebenenfalls zwar beliebte, aber nicht bewährte Managementansätze zu hinterfragen und die knappen Ressourcen für die Produktivitätsförderung produktiver zu nutzen.Mit dem vorliegenden Jahresbericht möchten wir Impulse geben, diesen Prozess mit Herz und Verstand anzugehen und nach Mitteln und Wegen zu suchen, die auch unter erschwerten Bedingungen ermöglichen, ressourcenschonender zu arbeiten – nicht allein, um das Bestehende zu verbessern, sondern um Mittel zu gewinnen, die für Investitionen in die Zukunft benötigt werden.

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Theme of the year 2013  

 

Jahresbericht 2012: Wege zu höherer Produktivität - Eine Frage von Sach- oder Dienstleistungen?

In den letzten Jahren ist uns die Diskussion um den Übergang in die Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft ein steter Begleiter. Während dabei auf der einen Seite die erwarteten Veränderungen in der Arbeitswelt und insbesondere auf den Arbeitsmärkten dominieren, werden auf der anderen Seite in der wissenschaftlichen Debatte Unterschiede gesucht, die die Dienstleistungserstellung von der industriellen Produktion abgrenzen. Vor allem die Bereitstellungsleistung, die Immaterialität des Leistungsergebnisses und die Einbeziehung des Kunden in den Leistungserstellungsprozess markieren die gängigen Abgrenzungsversuche. Diese Faktoren werden immer wieder bemüht, um besondere Erfordernisse im Management von Dienstleistungen zu begründen. Im Vordergrund stehen dabei insbesondere Überlegungen zum Marketing. Doch nicht nur Gestaltungserfordernisse für unterschiedliche Managementansätze werdenabgeleitet, sondern auch Immunisierungsstrategien gegen die Übernahme bewährter Methoden und Instrumente in anderen Wirtschaftsbereichen. So wird etwa nicht selten argumentiert, dass Dienstleistungen nicht so produktiv erbracht werden können wie Sachleistungen. Etwas verkürzt interpretiert würde das auch heißen, dass wir bei einem Wandel zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft in unproduktivere Zeiten steuern. Sind aber die Wege zu mehr Produktivität tatsächlich eine Frage von Sach- oder Dienstleistungen? Können mithin etablierte Ansätze zur Produktivitätssteigerung nicht für den Dienstleistungsbereich erschlossen werden? Ist der Weg in unproduktive Zeiten unabwendbar? Mit dem diesjährigen Jahresthema wollen wir einen Beitrag zum differenzierten Verständnis von Sach- und Dienstleistungen leisten und zugleich Impulse für Wege zur Erschließung von Produktivitätspotenzialen geben. Damit schließen wir an unsere Tradition an, die Versuchungen allzu leichter Mainstreampositionen zu erschüttern und alternative Denkansätze anzubieten. 

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Jahresbericht 2011: Jenseits des Monopoly-Spielens: Mit eigener Orientierung die Realwirtschaft weiterentwickeln

Angesichts der derzeitigen Finanz- und Eurokrise verblasst die sonst übliche Innovationsrhetorik. Es wird kaum mehr über die Schwächen des Innovationsstandortes Deutschland räsoniert oder über Bildungsgipfel berichtet, sondern die Rettung der Geschäftsbanken mit ihren aus den Fugen geratenen Geschäftsmodellen dominiert alles. Auf die Gefahren dieses Monopoly-Spielens hat der Gründer des Instituts für angewandte Innovationsforschung Professor Dr. Dr. Erich Staudt, der in diesem Jahr 70 Jahre alt geworden wäre, bereits 2002 hingewiesen. Mit dem diesjährigen Jahresbericht wollen wir seine Warnungen aufgreifen und in seinem Sinne Impulse zur Stärkung der Realwirtschaft liefern.

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Jahresbericht 2010: Überwindung der Fachkräftelücke durch Mobilisierung unerschlossener Talente

Noch im letzten Jahr haben wir über die Impulse der Krise für das Innovationsmanagement berichtetJetzt werden die Diskussionen um die Bewältigung des unerwartet intensiven Aufschwungs lauter. Die zwischenzeitlich verstummte Debatte um die schwindende Fachkräftebasis ist schnell wieder hoch aktuell und man muss sich erneut damit beschäftigen, wie man der steigenden Nachfrage insbesondere nach Ingenieuren und Naturwissenschaftlern Herr wird. Da die Fachkräftemangeldiskussion in den letzten Jahren zuverlässig konjunkturbedingt immer wieder ohne Lösung abgebrochen werden konnte, fehlen bis heute wirksame Instrumente. Doch die Zeit, Alibidebatten führen zu können, ist vorbei. Eine ehrliche Bilanzierung der Versuche der letzten Jahre ist überfällig und die „Faceliftings“ nicht einmal bewährter Initiativen müssen beendet werden.

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Jahresbericht 2009

Jahresbericht 2008

Jahresbericht 2007

Jahresbericht 2006

Jahresbericht 2005

Jahresbericht 2004

Jahresbericht 2003

Jahresbericht 2002

Jahresbericht 2001

Jahresbericht 2000

iAi Bochum Institut für angewandte Innovationsforschung e.V. · Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Bernd Kriegesmann
Buscheyplatz 13 · D-44801 Bochum · Tel +49 (0)234 97117-0 · Fax +49 (0)234 97117-20 · E-Mail info@iai-bochum.de

Wissenschaftliche Einrichtung an
der Ruhr-Universität Bochum

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