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BASt - Bewertung von Innovationen im Straßenbau“

IAI entwickelt Innovationsbewertungsverfahren für die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)

 

 



Forschungsvorhaben im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, vertreten durch die Bundesanstalt für Straßenwesen.

 

In Transit- und Exportländern wie Deutschland ist eine gut funktionierende Straßeninfrastruktur von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung. Angesichts der Wachstumsprognosen im Straßengüterverkehr sind  jedoch eine stark zunehmende Streckenbeanspruchung sowie steigende CO2-Emmissionen zu erwarten. Um diesen Anforderungen adäquat begegnen zu können, steigt die Notwendigkeit von Innovationen im Straßenbau.

Allerdings bergen die meisten Entscheidungen für Innovationsvorhaben im Straßenbau aufgrund der immens hohen Investitionsvolumina und der häufig langen Realisierungszeiträume große Risiken. Diese sind die oft nicht von vornherein überschaubar, sodass einer umfassenden zuverlässigen Bewertung solcher Innovationen eine immer wichtigere Rolle zukommt. Die steigende Komplexität der dabei zu berücksichtigenden Faktoren macht diese Aufgabe zunehmend anspruchsvoll. Branchenübergreifende Befunde zeigen, dass hier erhebliche Entwicklungsreserven in den Innovationsprozessen bestehen. Schließlich wird in den Unternehmen nur etwa jedes sechzehnte „offizielle“ Innovationsprojekt ein kommerzieller Erfolg (6%). Das heißt, dass der Großteil aller Ideen sich im Nachhinein als nicht erreichbare Vision heraus stellt oder als Flop endet – nachdem bereits erhebliche Aufwendungen realisiert wurden.

Es ist somit unerlässlich, die Risiken in den verschiedenen Innovationsphasen adäquat zu erfassen, um knappe Ressourcen und Fördermittel auf zukunftsträchtige und umsetzbare Innovationsvorhaben zu konzentrieren.

Bewertungsverfahren für den öffentlichen Bereich müssen dabei sowohl den einzelwirtschaftlichen Innovator als auch den gesamtwirtschaftlichen Entscheidungsträger in die Lage versetzen, potentielle Auswirkungen in unterschiedlichen Phasen des Innovationsprozesses und für unterschiedliche Innovationsarten in unterschiedlichen Wirkungskategorien (technisch-ökonomisch, gesellschaftlich und ökologisch) zu erfassen und einer Gesamtbetrachtung zuführen zu können. Ein solcher ganzheitlicher Ansatz kann dabei für innovierende Unternehmen nicht nur eine Leitlinie mit zu berücksichtigenden Faktoren liefern, sondern auch Impulse für ein kreatives Weiterdenken ihrer innovativen Ideen.

Vor diesem Hintergrund entwickelt das IAI in enger Zusammenarbeit mit der Praxis und der BASt innerhalb dieses Projektes ein spezifisches modular aufgebautes Bewertungsverfahren, das die einzubeziehenden komplexen Kriterien und die Prozesscharakteristik von Innovationen berücksichtigt.

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iAi Bochum Institut für angewandte Innovationsforschung e.V. · Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Bernd Kriegesmann
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