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TrueCultureDig

BMBF-Programm:

„Zukunft der Arbeit: Mittelstand – innovativ und sozial“

Verbundprojekttitel:

Transformation von Unternehmenskulturen durch innovative Prozesstechnik und -organisation in Abhängigkeit KMU-spezifischer Digitalisierungsstrategien

Teilprojekt IAI:

Potenzial- und Anwendungsanalysen zur Bestimmung von Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien insbesondere im Prozessmanagement sowie Entwicklung von Strategien zur Anpassung der Unternehmenskultur

Förderkennzeichen:

02L17C041 (BMBF / ESF)

Verbundkoordinator:

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe

Projektpartner:

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München

Hochschule Pforzheim

Kliniken Essen-Mitte

Kunststoff- und Holzverarbeitungswerk GmbH (KHW), Geschwenda

phenox GmbH, Bochum

Scherzinger Pumpen GmbH & Co. KG, Furtwangen

Laufzeit:

01.10.2018 – 30.09.2021

Projektbeschreibung

Innerhalb der Fördermaßnahme „Zukunft der Arbeit – Mittelstand innovativ und sozial“ vom 22. September 2016 adressiert das Projekt „TrueCultureDig“ vier der neun Handlungsfelder der Bekanntmachung. Durch die Aufdeckung nicht-technischer Voraussetzungen für den Einsatz digitaler Lösungen (Unternehmenskultur) werden „soziale Innovationen durch neue Arbeitsprozesse ermöglicht (Handlungsfeld 1). Das Benchmarking-Tool hat zum Ziel, den Reifegrad von Unternehmen für den Einsatz digitaler Lösungen festzustellen. Somit adressiert es Handlungsfeld 3 „Arbeiten im Datennetz – digitale Arbeitswelt gestalten“. Die Untersuchung von Fähigkeiten der bewussten Unternehmenskulturgestaltung trägt dazu bei, neue „Kompetenzen im Arbeitsprozess“ zu identifizieren (Handlungsfeld 4). Im Vordergrund des Projektes steht die iterative Erprobung IT-basierter Dienstleistungsprozesse an der Schnittstelle zwischen Produktionsarbeit und Kunden. Hierbei werden die technischen Lösungen sowie die Fähigkeiten kultureller Veränderungen evaluiert. Das Projekt adressiert damit auch Handlungsfeld 5 „Neue Werte zwischen Produktion und Dienstleistung kreieren“. Mit den genannten Maßnahmen trägt das Verbundprojekt zum Ziel der Fördermaßnahme bei, das Innovationspotenzial von KMU im Bereich der Arbeitsgestaltung und -organisation durch FuE-Vorhaben zum digitalen Wandel der Arbeitswelt zu stärken.

Das Verbundprojekt entspricht damit auch den Förderzielen des „Operationellen Programms des Bundes für den Europäischen Sozialfonds“ für die ESF-Förderperiode 2014-2020. Unter der ESF-Investitionspriorität C (10) iii „Förderung des gleichen Zugangs zum lebenslangen Lernen für alle Altersgruppen, Steigerung des Wissens sowie der Fähigkeiten und Kompetenzen der Arbeitskräfte, Förderung flexibler Bildungswege“ trägt es insbesondere bei zum spezifischen Ziel „C3 – Stärkung des lebenslangen Lernens, insbesondere der demografiesensiblen Arbeitsforschung, der Medienkompetenz sowie der Vernetzung lokaler/regionaler Bildungsakteure“.

Im Verbundprojekt sollen konkrete Beiträge für die digitale Transformation in KMU geleistet werden. Mit Blick auf das iAi-Vorhaben sollen dabei insbesondere Implikationen der Lean-Management-Forschung für die Anwendung von Digitalisierungstechnologien sowohl auf einer operativen als auch auf einer strategischen Ebene nutzbar gemacht werden. Der Beitrag des iai-Vorhabens zur Erreichung der Verbundprojektziele insgesamt adressiert vor allem folgende fachlich-wissenschaftlichen Ziele:

Identifikation von Anwendungsmöglichkeiten digitaler Technologien in KMU auf Basis von Nutzen- und Potenzialanalysen

Mit Hilfe von Nutzen- und Potenzialanalysen sollen verschiedene Anwendungsmöglichkeiten digitaler Technologien in KMU aufgezeigt werden. Da letztlich Produktivitätssteigerungen im Zielfokus des Verbundprojektes liegen, werden dazu Methoden des Lean Managements eingesetzt. Leitlinie ist dabei, Mehrwert für (interne) Kunden durch Digitalisierungstechnologien zu schaffen. In diesem Sinne identifizierte potenzielle Anwendungsmöglichkeiten werden mit grundlegenden konzeptionellen und technischen „Kernen“ von Digitaltechnologien gegenübergestellt: Welche bisherigen Lösungen zur Funktionserfüllung können durch Digitaltechnologien besser erfüllt werden? Die Beantwortung dieser „Kernfragen“ bildet die Basis für einen Erfolg versprechenden Transfer der wichtigsten Lösungsprinzipien in Drittbetriebe. Die am Projekt beteiligten Anwenderunternehmen wenden die Nutzen- und Potenzialanalysen an, um einerseits die Praktikabilität zu gewährleisten und um andererseits selbst geeignete Anwendungsfälle identifizieren zu können. Die mit dem beschriebenen Vorhabenziel erreichten Ergebnisse werden in eine Referenzmethodik überführt und publiziert. Neben der aktiven Mitarbeit beim Transfer der entwickelten Lösungen und Konzepte in die Wirtschaft, Wissenschaft und die breite Öffentlichkeit wird das iAi Bochum insbesondere dafür Sorge tragen, dass die Projektergebnisse konsequent in geeignete Lehrveranstaltungen der Institutsmitglieder integriert werden.

Klärung soziotechnischer Anforderungen

Die identifizierten Anwendungsmöglichkeiten lassen sich nicht allein durch die Einführung entsprechender Digitalisierungstechnologien erschließen. Vielmehr zeichnen sich erfolgreiche Digitalisierungsvorhaben dadurch aus, dass sie im Sinne eines ganzheitlichen Innovationsverständnisses insbesondere auch organisatorische und personelle Fragen (erforderliche prozessuale Anpassungen, Klärung von Rollen, Ableitung entstehender Kompetenzanforderungen etc.) mitgestalten. Mit Blick auf bei den Anwendungspartnern erarbeitete Anwendungsfelder werden entsprechende Anforderungen für die Umsetzung abgeleitet und als Ergebnis in einem auf dieser Basis zu entwickelnden Strukturierungsrahmen generalisiert.

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iAi Bochum Institut für angewandte Innovationsforschung e.V. · Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Bernd Kriegesmann
Buscheyplatz 13 · D-44801 Bochum · Tel +49 (0)234 97117-0 · Fax +49 (0)234 97117-20 · E-Mail info@iai-bochum.de

Wissenschaftliche Einrichtung an
der Ruhr-Universität Bochum

Ruhr Universität Bochum